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Deutschlandstipendium: Gemeinsam ins Ziel

Studierende der Universität Freiburg haben für das Deutschlandstipendium ihre Laufschuhe geschnürt

Deutschlandstipendium: Gemeinsam ins Ziel

Beim Staffellauf machen sich Studierende gemeinsam für das Deutschlandstipendium stark. Foto: Patrick Seeger

Ein verregneter Sonntag in Freiburg. Läuferinnen und Läufer, die diesem Tag seit Wochen entgegengefiebert haben, hechten durch die Straßen. Unter den Teilnehmenden des Freiburg-Marathons: 15 Studierende der Universität Freiburg, die durch das Deutschlandstipendium gefördert werden. Um auf das Angebot aufmerksam zu machen, geben sie sich an diesem Tag beim Staffellauf den Stab in die Hand.

Zugegeben: Das Wetter könnte besser sein. Entlang der Mozartstraße am Stadtgarten haben sich zwar eine Handvoll Leute versammelt, die unter Regenschirmen auf die Läuferinnen und Läufer des Freiburg-Marathons warten. Doch sonst sind am Rand der Strecke noch große Lücken. Die Sportlerinnen und Sportler lassen sich davon nicht abschrecken. Sie haben sich unter die Brücke der Schlossberg-Bahn geschart und warten auf den Start ihrer Staffeletappe für das Deutschlandstipendium.

15 Stipendiatinnen und Stipendiaten nehmen an diesem Sonntag am Marathon teil. Zwölf von ihnen machen beim Staffellauf mit, drei wagen sich an einen Halbmarathon. Sie wollen damit für das Deutschlandstipendium werben. Dieses unterstützt Studierende mit je 300 Euro im Monat. „Das ist unsere erste öffentliche Aktion, und wir hoffen auf Spenden“, erläutert Peter Allmann von der Abteilung Beziehungs- und Eventmanagement der Universität Freiburg.

Echter Sportsgeist

Die Hälfte der Mittel für das Stipendium muss die Universität einwerben, etwa von privaten Geldgebern, Vereinen und Organisationen. Erst dann verdoppelt der Bund die Summe. „Wir wollen dem Stipendium ein Gesicht geben“, erklärt Allmann. „Das Angebot richtet sich an Studierende, deshalb sind es auch sie, die mit dem Lauf werben.“

Eine von ihnen ist Luisa Heilemann. Sie wartet an der Wechselstation an der Mozartstraße auf ihren Einsatz. 14 Kilometer wird sie heute zurücklegen. Der Regen lässt langsam nach, man kann sich wieder unter der Brücke hervorwagen. „Ich bin motiviert, auch bei Regen“, lacht Heilemann. Sie war für ein Jahr Stipendiatin und will mit dem Lauf etwas zurückgeben. „Für mich war diese Unterstützung wirklich praktisch“, erzählt sie. Im vergangen Sommer hat sie ihr Physikum gemacht. „Da habe ich sehr von der Entlastung profitiert. Ich musste weniger arbeiten, hatte mehr Zeit zum Lernen.“ Der Lauf sei für sie auch eine Möglichkeit, um andere Stipendiaten kennenzulernen. Dafür nimmt Heilemann ein anstrengendes Wochenende in Kauf: „Ich hatte gestern noch ein Handballspiel.“ Von der Halle auf die nasse Straße, das ist Sportsgeist.

Mehr Freiräume, weniger Abhängigkeit

Seit 2012 gibt es das Deutschlandstipendium in Freiburg. Es handelt sich um ein leistungsbezogenes Angebot. „Es werden auch Aspekte wie gesellschaftliches Engagement, das Überwinden biografischer Hürden oder berufliche Vorbildung und Berufserfahrung beachtet“, erklärt Allmann. „Hauptsächlich jedoch geht es um universitäre Leistungen.“


Um das Angebot bekannter zu machen, hat sich auch Peter Allmann im blauen Trikot des Deutschlandstipendiums unter die Läufer gemischt. Foto: Patrick Seeger

Die 300 Euro reichen nicht aus, um alle Belange der Studierenden abzudecken. Die Idee sei aber, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer keinen Nebenjob annehmen müssten und dennoch weniger von den Eltern abhängig seien. „So kann man sich vielleicht mal ein Fachbuch zulegen, das sonst zu teuer gewesen wäre“, erklärt Allmann.

Die Idee, Stipendiaten am Marathon teilzunehmen zu lassen, hat Allmann zusammen mit den studentischen Hilfskräften Alexandra Sachariew und Johannes Hepe umgesetzt. Sachariew ist an der Wechselstation für die Organisation zuständig. Sie passt auf die Jacken der Teilnehmer auf und achtet darauf, dass sich in dem Gewusel der Zwischenstation alle finden. Das ist nicht ganz einfach, es herrscht zunächst noch etwas Verwirrung. Eine Masse an Läufern kommt vom Stadtteil Herdern in Richtung Innenstadt gerannt. Wo sind die Stipendiaten? Sieht jemand das blaue „DLS Runner“-Trikot, das sie tragen? Ist schon eine oder einer von ihnen da? Aber dann läuft doch alles glatt, die Teilnehmer finden sich, der Stab wird weitergegeben.

Die Gemeinschaft stärken

Patrick Stein ist gerade von seiner sieben Kilometer langen Runde von der Messe zum Stadtgarten angekommen. „Es war super“, freut er sich. Dabei machte der Weg zum Startpunkt nicht unbedingt Mut: „Ich bin auf dem Rad schon in einen Schauer geraten, meine Laufschuhe waren nass. Aber während des Laufs hat es kaum mehr geregnet.“ Stein hat sein Studium gerade beendet, er hat in Freiburg seinen Master in Mikrosystemtechnik absolviert und war für zwei Jahre Stipendiat. „Mir war es wichtig, eine gewisse Unabhängigkeit von meinen Eltern zu haben“, erklärt er. An dem Lauf habe er teilgenommen, um die Gemeinschaft zu stärken. „Aber auch der sportliche Anreiz war da“, sagt er und grinst.

Für die Zukunft hofft Allmann darauf, dass das Deutschlandstipendium noch mehr Sichtbarkeit bekommt. So könnten beim nächsten Lauf neben den Studierenden, die gefördert werden, auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität für das Stipendium laufen. Seinen Teil hat Allmann schon beigetragen: Neben der Organisation war er selbst als Läufer dabei. Nach dem Marathon habe gute Stimmung geherrscht, die Aktion habe allen viel Spaß gemacht. Für den guten Zweck kann man sich ja auch mal ins Nasse trauen.

Pascal Lienhard

Studierende unterstützen

Das Deutschlandstipendium ist eine leistungsbezogene Unterstützung für Studierende von je 300 Euro im Monat. Die Unterstützung läuft ein Jahr, kann jedoch auf bis zu zwei Jahre verlängert werden. Aktuell vergibt die Universität 156 Stipendien. Weitere Informationen gibt Peter Allmann telefonisch unter 0761/203-9802 oder per E-Mail.

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