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Hinter den Kulissen: Licht, Luft, Lift

Das Technische Gebäudemanagement sorgt dafür, dass Lernen und Arbeiten auf dem Campus reibungslos vonstattengehen können

Hinter den Kulissen: Licht, Luft, Lift

Etwa 25.000 Rauchmelder sind in den Hörsälen, Seminarräumen und Laboren der Universität installiert. Das TGM überprüft im dreimonatigen Turnus, ob sie funktionieren, und einmal jährlich, ob im Ernstfall Alarm ausgelöst würde. Foto: Jürgen Gocke

Bis Ende der 1950er Jahre waren es allein die Hausmeister, die sich in den Gebäuden der Universität Freiburg darum kümmerten, dass Beleuchtung, Koksheizungen und Toiletten funktionierten. Seitdem hat sich die Technikbetreuung immer weiter ausdifferenziert: In der Abteilung Technisches Gebäudemanagement (TGM) sorgt heute ein 59-köpfiges Team aus Ingenieuren, Technikern und Handwerkern dafür, dass das Lernen und Arbeiten auf dem Campus reibungslos vonstattengehen kann.

„Wir sind nur ein Zahnrad im großen Getriebe der Universität“, sagt TGM-Leiter Günter Kürschner. „Aber das muss gut laufen. Denn ohne uns funktionieren Lehre und Forschung nicht.“ Damit alle Zahnräder ideal ineinandergreifen, arbeitet die Mannschaft – abgesehen von den beiden Assistentinnen im Technischen Büro ist die Abteilung tatsächlich eine reine Männerwelt, weil sich bislang einfach keine Frau auf offene Stellen beworben hat – Hand in Hand mit drei weiteren Dienstleistern: dem Hausdienst, wie die Hausmeister heute heißen, dem Rechenzentrum und der Institutstechnik, die unter anderem für die Großgeräte in den jeweiligen Instituten zuständig ist.

Insourcing lautet die Devise

Das TGM, das anfangs noch bescheidener „Technische Zentrale“ hieß, weil noch nicht so viel zu managen war wie heute, hat im Mai 2018 seinen 60. Geburtstag gefeiert. Eine so rasante Entwicklung wie während der vergangenen fünf bis sechs Jahrzehnte hat die Albert-Ludwigs-Universität in den 500 Jahren davor wahrscheinlich nicht erlebt. Das TGM weiß ein Lied davon zu singen: Hier entsteht eine neue Fakultät, dort eine neue Universitätsbibliothek, und der Campus hat sich inzwischen auf eine Fläche von 520.000 Quadratmetern in 183 Gebäuden ausgebreitet. Das TGM betreut sie alle, abgesehen von 24 angemieteten Immobilien, die etwa zwei Prozent der Gesamtfläche ausmachen.

Doch es kommen nicht nur immer neue Gebäude dazu, auch deren technische Ausstattung wird aufwendiger. Wurden 1958 bei Neubauten nur knapp 20 Prozent der Gesamtkosten dafür eingesetzt, geht heute glatt die Hälfte allein für die Technik drauf. Und die will regelmäßig gewartet und möglichst sofort instand gesetzt werden, wenn’s mal irgendwo klemmt – und das stets nach Maßgabe der neuesten Verordnungen für Hygiene, Brandschutz und Energieeinsparungen.

Fenster aufreißen und durchlüften war gestern: In modernen Hörsälen messen Sensoren ständig den je nach der Zahl der Anwesenden schwankenden Kohlendioxidgehalt der Luft und steuern die Frischluftzufuhr entsprechend. Das TGM kümmert sich um die regelmäßige Wartung. Foto: Thomas Kunz

Weil die Dinge immer komplexer werden, hat Kürschner seine Mannschaft gerade in hoch spezialisierte Teams für Kälte, Lüftung, Sanitär, Heizung, Elektrotechnik, Notstrom und anderes aufgeteilt, schließlich wollen sie so viel wie möglich selbst erledigen. In- statt Outsourcing lautet die Devise. Zwei Teams sind für die Gebäude am Flugplatz zuständig und kennen sich – vom Know-how der Spezialisten unterstützt – mit allem aus. Seit 2015 wurde das TGM-Team um sieben neue Mitarbeiter verstärkt, und vermutlich wird auch dies noch nicht das Ende des Wachstums sein. Mit dem Weismann-Haus im Institutsviertel hat das TGM nach diversen Kellerasylen inzwischen ein festes Domizil.

Der Stromverbrauch der Universität entspricht dem einer Kleinstadt. Das TGM ist daher immer auf der Suche nach Einsparmöglichkeiten. Allein die 237 Außenleuchten verbrauchten noch im Jahr 2011 so viel Strom wie 62 Einfamilienhäuser. Heute ist der Verbrauch vergleichbar mit dem von 17 Einfamilienhäusern – mithilfe kostengünstiger 23-Watt LED-Lampen. Foto: Jürgen Gocke

Augenduschen und Klimaanlagen

Eine „Büromaschinenwerkstatt“, wie es sie noch in den 1980er Jahren gab, sucht man dort vergebens. Deren Personal war damals schon von drei Mitarbeitern auf zuletzt nur noch einen Angestellten geschrumpft. Seine hohe Zeit hatte der Betrieb, als jede Schreibkraft zu Urlaubsbeginn ihre Schreib- und Rechenmaschine zur Wartung in die Werkstatt brachte. Um Schreibgeräte müssen sich die Techniker des TGM längst nicht mehr kümmern. Dafür ist jetzt als einer der weiteren technischen Dienstleister das Universitätsrechenzentrum zuständig, das die Netzwerke für die schöne neue Welt der digitalen Kommunikation bereitstellt. Aber auch die ist darauf angewiesen, dass der Strom zuverlässig fließt und die warm laufenden Geräte gekühlt werden. Nicht zuletzt haben die Fachleute vom TGM die auf den Dächern installierten Rückkühlwerke für die Klimaanlagen im Blick, damit sich Personal und Bevölkerung auf deren hygienisch einwandfreien Zustand verlassen können.

Mehr als 100 Aufzüge muss das TGM jährlich sicherheitstechnisch warten: Sind die Zugseile in einwandfreiem Zustand? Ist die Steuerung in Ordnung? Im Brandfall fährt ein Aufzug automatisch in eine Evakuierungsetage. Foto: Sandra Meyndt

Langweilig dürfte es dem TGM-Team nicht so schnell werden, auch weil die Gruppe mit den unterschiedlichsten Personen und Fachbereichen zusammenarbeitet. An solchen Schnittstellen komme es leicht zu Abstimmungsproblemen, berichtet Kürschner. Und weil der 2011 aus Göttingen nach Freiburg gekommene 53-Jährige nicht nur Ingenieur, sondern auch Manager ist, strebt er nach effizienteren Abläufen: So will er die Datenbanken über die vorhandene Technik auf den neuesten Stand bringen und für jedes Gebäude einen Ansprechpartner rekrutieren, der die Kommunikation nach innen und nach außen mit dem TGM koordiniert. Etwa wenn, wie kürzlich, in einem der Biologie- oder Chemielabore die Augenduschen nicht hoch genug spritzen. Im Notfall müssen diese Geräte in der Lage sein, versehentlich ins Auge gelangte Chemikalien sofort zu neutralisieren. Die Labornutzerinnen und -nutzer haben alle „Rettungsgeräte“ überprüft. Nur ein kleiner Teil war fehlerhaft – den bringt nun das TGM in Ordnung.

Es sei jedoch nicht immer die Technik, die für Kummer sorge, sagt Kürschner und beklagt, dass manche Nutzer unachtsam oder gar zerstörerisch mit der vorhandenen Infrastruktur umgingen. Das Ergebnis: beschmierte Wände, beschädigte Türen und Waschbecken. Zwar sei man im Vergleich zu anderen Universitäten in Freiburg noch gut dran. „Aber seit etwa drei Jahren erleben wir einen zunehmenden Vandalismus. Das ist für unsere Abteilung eine große Belastung.“ Auch diese trägt dazu bei, dass das TGM an seine Grenzen stößt. Nicht zuletzt deshalb plädieren Kürschner und seine Mitarbeiter dafür, die Universitätsbibliothek nachts, wenn nur noch wenige dort arbeiten, zu schließen. „Es kann nicht immer alles unbegrenzt zur Verfügung stehen.“ Günter Kürschner geht es dabei auch um den sparsamen Umgang mit Ressourcen – einschließlich denen seiner Mitarbeiter.

Anita Rüffer

 

Technisches Gebäudemanagement

 

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