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Den hohen Temperaturen trotzen

Personalrat und Betriebsärztlicher Dienst geben Tipps zur Arbeit in überhitzten Räumen

Den hohen Temperaturen trotzen

Kühle Brise: Ein Ventilator kann gegen hohe Temperaturen im Büro helfen. Foto: Sandra Meyndt

Die Hitze hat in der Universität und dem Universitätsklinikum Freiburg Einzug gehalten. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird es immer schwieriger, bei Temperaturen um die 35 Grad wie gewohnt zu arbeiten. Eva Opitz hat Dr. Daniel Steinmann, Leiter der Stabsstelle Betriebsärztlicher Dienst, gefragt, wie die Mitarbeiter der Hitze trotzen können.

Herr Steinmann, die Temperaturen in den Arbeitsräumen steigen. Wie oft werden Sie zurzeit gerufen?

Daniel Steinmann: Man kann grob sagen, dass mindestens einmal täglich von den unterschiedlichsten Arbeitsplätzen aus eine Anfrage an mich als Betriebsarzt kommt. Das passiert dann, wenn die Temperatur in dem Raum knapp unter 35 Grad oder sogar darüber liegt.

Warum werden Sie gerufen?

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fragen mich, was man machen könnte, um die Temperatur zu senken. Manchmal gibt es Diskussionen, ob es sinnvoll sei, nur morgens zu lüften oder die Fenster den ganzen Tag über geöffnet zu halten. Und es taucht auch die Frage auf, ob man bei solchen Temperaturen überhaupt noch arbeiten könne.

Wie schnell nimmt denn die Leistung bei Temperaturen um die 35 Grad ab?

Das ist schwer einzuschätzen, weil jedes Individuum anders auf Hitze reagiert. Es gibt jedoch Vorgaben, nachzulesen bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, die eine klare Aussage treffen: Bei Temperaturen über 35 Grad kann man nicht mehr arbeiten, sodass dann ein Raum als Arbeitsraum nicht mehr geeignet ist. Bereits bei einer Raumtemperatur von circa 30 Grad zeigt sich vermutlich schon eine erheblich verminderte Leistung.

Welche Konsequenzen hat das?

Dann kann ein Mitarbeiter zum Beispiel verlangen, dass die Temperatur abgesenkt oder eine Alternative zur Verfügung gestellt wird. Das ist jedoch nicht die Aufgabe des Mitarbeiters, sondern des Unternehmens oder der entsprechenden Führungskraft. Bevor weiter gearbeitet werden kann, muss die Temperatur unter 35 Grad gesenkt werden. Das ist keine Kann-, sondern eine Muss-Bestimmung. Vielen Mitarbeitern und auch Führungskräften ist das nicht bewusst, und sie arbeiten weiter.


„Bevor weiter gearbeitet werden kann, muss die Temperatur unter 35 Grad gesenkt werden“: Der Betriebsarzt Daniel Steinmann nimmt die Arbeitgeber in die Pflicht. Foto: Universitätsklinikum Freiburg

Was halten Sie von den allgemeinen Ratschlägen: viel trinken, leichtes Essen zu sich nehmen, entsprechende Kleidung tragen?

Das ist sehr wichtig. Der Dresscode kann sicher etwas gelockert werden, zum Beispiel der Verzicht auf Krawatten. Vor allem für Männer sind jedoch Grenzen gesetzt. Ich kann als Arzt und Führungskraft nicht in kurzen Hosen, Sandalen und T-Shirt kommen. Wichtig ist, dass diejenigen Mitarbeiter, die früh morgens kommen, die Räume lüften und gegen acht Uhr morgens wieder schließen. Damit kann man die Raumtemperatur deutlich senken.

Welche Maßnahmen gibt es außerdem gegen die Hitze?

Für die Mitarbeiter ist wichtig, dass die Arbeitszeit flexibel gehandhabt wird. Das heißt, sie können morgens früh kommen und rechtzeitig gehen. Eine Alternative ist die Tele- und Heimarbeit, wenn anzunehmen ist, dass am Heimarbeitsplatz deutlich niedrigere Temperaturen zu erwarten sind.

Was muss noch getan werden angesichts weiter steigender Temperaturen auch über längere Zeiträume?

Das ist eine sehr spannende Frage. Wie positioniert man sich in den nächsten Jahren? Stellt man sich auf mehr Hitzetage ein oder ignoriert man die Entwicklung und macht weiter wie bisher? Man wird sich wahrscheinlich der Frage stellen müssen, wer unter welchen Umständen ein Klimagerät bekommt. Fest steht, dass Führungskräfte oder Mitarbeiter in der Öffentlichkeit nicht ohne entsprechende Kleidung arbeiten können, wenn sie zum Bespiel Gäste empfangen. Denkbar wäre auch, allen Beschäftigten, wie zum Bespiel am Universitätsklinikum oder in vielen Industrieunternehmen, kostenlos Mineralwasser zur Verfügung zu stellen.

 

Hilfe gegen Hitze

Der Personalrat und der Betriebsärztliche Dienst der Universität Freiburg empfehlen eine Liste von Maßnahmen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei hohen Temperaturen am Arbeitsplatz helfen sollen.

Was tun bei Hitzebelastung am Arbeitsplatz?

 

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